Bildstein | Glatz, Nr. 1
Bildstein | Glatz manövrieren auf der messerscharfen Kante zwischen High und Low, entleihen das Vokabular der Freizeitindustrie und des Extremsports. Rampen, Raketengefährte ("Jacqueline 3"), und der 15 Meter hohe Doppellooping sind ihre Archetypen der Überwindung. Diese Formenvokabulare werden in einen kritischen Kontext überführt, der Fragen nach Leistungsgesellschaft und dem Künstler-Mythos aufwirft. Ihr Werk ist eine adrenalingeladene Metaphysik: Wenn das Raketenauto im Raum von der Schwerelosigkeit spricht, erzählen Bildstein | Glatz von der Sehnsucht nach Transzendenz und Unsterblichkeit. Die ironische Spiegelung von Wahrheit und Fiktion – wie die Narrative um den Stuntman Brutus – dient als Vehikel zur Reflexion über die Glaubwürdigkeit der Kunst selbst. Das Buch „Nr. 1“ liefert den theoretischen Treibstoff, um diese Grenzüberschreitung zwischen Museum und Stunt als komplexes, humorvolles Statement zur aktuellen Kunstwelt zu entschlüsseln.














